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| 31.05.2003 | Schaffhauser Nachrichten | (sda) | Cannabis als Medizin anerkennen |
Hanfkonferenz
Cannabis als Medizin anerkennen
Bregenz. Eine Änderung der geltenden Rechtslage hat der Rechtsanwalt Gebhard Heinzle bei der zweiten Vorarlberger Hanfkonferenz am Donnerstag in Feldkirch gefordert. Im Mittelpunkt der Konferenz stand die medizinische Anwendung von Cannabis. Der Wiener Arzt Kurt Blaas bedauerte, dass sich die Politik aus der Thematik heraushalte, obwohl der Ruf nach Freigabe von Cannabis für medizinische Zwecke in Österreich immer lauter werde. Cannabinoide seien keine Allheilmittel, könnten aber in sehr vielen Fällen eine Linderung der Symptome bringen, sagte Blaas.
Anwendungsgebiete wären Multiple Sklerose, Muskelspasmen, gewisse Arten von Depressionen, Tumore und Infektionskrankheiten sowie in der Schmerzmedizin bei Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen (Polyarthritis), bei HIV- und Hepatitis-C-Patienten. Laut Heinzle ist nach geltendem Recht eine medizinische Anwendung nur in Ausnahmefällen möglich. Synthetisches Cannabis könne vom Arzt verschrieben werden, die medizinische Anwendung von natürlichem Cannabis sei gesetzlich verboten.
(sda)
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