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17.06.2000Berner Zeitung-Joint-Stände der Polizei

Joint-Stände der Polizei

Die Erkenntnis könnte bahnbrechende Wirkung in zahlreichen Bereichen unseres Lebens haben. Da war in dieser Woche doch tatsächlich zu vernehmen, dass englische Supporter, die kein Ticket für das Spiel England gegen Portugal erhalten hatten, in Eindhoven das Geschehen völlig zahm im Fernsehen verfolgt hätten. Der simple Grund: In den Coffee-Shops in Holland ist es erlaubt, Cannabis zu verkaufen und zu konsumieren - und die Joints sollen die Engländer völlig ruhig gestellt haben. Das ist eine sensationelle Nachricht. Spinnt man diese Geschichte nämlich ein wenig weiter, sieht man sofort, welcher Nutzen daraus zu ziehen ist. Zum Beispiel allein schon heute in Charleroi. Beim Fussball-Klassiker zwischen England und Deutschland wird in der belgischen Kleinstadt mit Krawallen und Schlägereien rivalisierender Fangruppen gerechnet.

Dabei gäbe es jetzt ein propates und ziemlich billiges Mittel, die Hooligans und Chaoten zu stoppen. Die Polizisten könnten doch an Stelle der ansehnlichen Anzahl an Waffen, Schlagstöcken, Handschellen und sonstigen martialischen «Accesoires», die provokativ zur Schau gestellt werden, ganz einfach einen Stand mit Joints hinstellen. Frei nach dem Motto: Lieber benebelte Hooligans als Tränengasnebel.

Und wie in den Coffee-Shops in Holland üblich, würde auch in Charleroi an den Cannabis-Tankstellen der Polizei eine detaillierte Karte aufliegen, in der die Herkunft von Gras und Haschisch klar deklariert wird und der Kunde aus dem riesigen Angebot an stimulierenden Heilbringern frei auswählen kann.

Besonders heissblütigen Typen könnte die Polizei sogar eine erhöhte Dosis anbieten.

Bereich: SportSponsor: hanfarchivbearbeitet von: hanfarchiv