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07.01.200220 Minuten-Hanfpionier Rappaz hungert sich krank

Hanfpionier Rappaz hungert sich krank

Der inhaftierte Walliser Hanfpionier Bernard Rappaz musste ins Kantonsspital Genf eingeliefert werden. Der Körper des 48jährigen ist durch den seit dem 14. November andauernden Hungerstreik enorm geschwächt.

Der Gesundheitszustand von Rappaz verschlechterte sich derart, dass er nicht einmal mehr die Kraft hatte, die Zelle zu verlassen. Dieses Wochenende diagnostizierte der Gefängnisarzt schliesslich eine Verminderung des Zuckergehalts im Blut von Rappaz, worauf die Einlieferung ins Spital angeordnet wurde, wie die Zeitung «Dimanche» berichtete.

«Er hat mir geschrieben, dass sich seine Sicht verschlechtert, er an Rückenschmerzen und Ohrensausen leidet und sogar einmal sein Bewusstsein verlor», teilte Rappaz' Anwalt mit.

Laut eines französischen Gefängnisarztes geben 81 Prozent der Hungerstreikenden noch vor 20 Tagen auf. Nur gerade sechs Prozent ziehen den Streik über 100 Tage lang durch. Für Rappaz ist es heute der 56.Tag.

Auf dem Hof des Wallisers wurden am 20.November 51 Tonnen und am 21.Dezember 900 Kilogramm Hanf beschlagnahmt. Für Rappaz ist die Polizeiaktion und seine bereits am 14.November erfolgte Inhaftierung angesichts der zu erwartenden Liberalisierungsauswirkungen auf die heutigen Gesetze unverständlich.

Stimme für Bernard Rappaz abgeben (hier klicken).

Bereich: RepressionSponsor: hanfarchivbearbeitet von: hanfarchiv